Bad Camberg 12.06.2017, von Knapp

Amtshilfe für das BKA

Im Rahmen der Amtshilfe wurde der Technische Zug des Ortsverbandes Limburg am Abend des 12.06.2017 durch das Gefahrenabwehrzentrum in Limburg alarmiert. Es galt ein Gebäude in Bad Camberg gegen unbefugten Zutritt zu sichern. Zum Zeitpunkt der Sicherungsarbeiten liefen parallel Ermittlungsarbeiten des Bundeskriminalamtes. Die Sicherungsarbeiten waren zügig erledigt, die Einsatzbereitschaft konnte kurze Zeit später wieder hergestellt werden.



Pressebericht (Quelle: AFP,dpa/lhe, hessenschau.de, Veröfentlicht am 06.07.2017)

Festnahme im Landkreis Limburg-Weilburg
Ermittler sprengen Kinderporno-Plattform mit 90.000 Mitgliedern

Eine Kinderporno-Plattform im Darknet hatte weltweit rund 90.000 Mitglieder. Nun schlugen die Ermittler zu. Den mutmaßlichen Betreiber nahmen sie in Mittelhessen fest.

Bei ihren Ermittlungen im Darknet stießen die Beamten auf Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs. Auch Fotos von Kleinkindern waren dabei, zudem Bilder von sexuellen Gewalthandlungen gegen Kinder, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mitteilte.

Die Plattform namens "Elysium" hatte demnach mehr als 87.000 Mitglieder. Der mutmaßliche Betreiber, ein 39-Jähriger aus dem Kreis Limburg-Weilburg, sei bereits Mitte Juni festgenommen worden, hieß es in der Mitteilung. Er sitzt in Untersuchungshaft. Als Administrator der Plattform soll er maßgeblich für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur verantwortlich gewesen sein. Er steht unter dem dringenden Tatverdacht der bandenmäßigen Verbreitung von kinderpornografischen Schriften. Weitere Mitglieder und Verantwortliche der Plattform wurden ebenfalls festgenommen - vor allem in Deutschland und in Österreich, wie die Generalstaatsanwaltschaft berichtete. Weitere Details wollen das BKA in Wiesbaden sowie das österreichische BKA in Wien an diesem Freitag zeitgleich auf zwei Pressekonferenzen bekanntgeben.

Über das Darknet tauschten die Mitglieder der Plattform den Angaben zufolge weltweit kinderpornografische Bild- und Videodateien aus oder verabredeten sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Die Plattform bestand seit Ende 2016 und war nur über das Darknet zugänglich.

Die Ermittlungen gegen die Plattform wurden von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) in Gießen geführt, die zur Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt gehört. Die vom Land Hessen 2010 eingerichtete ZIT war die erste Staatsanwaltschaft, die sich bundesweit gezielt mit der Internetkriminalität beschäftigte. Die ZIT gilt auch als erster Ansprechpartner für das BKA bei der Aufnahme von Ermittlungen im Bereich der Kinderpornografie.





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